Stadtmauer
Wasserturm
Sagenrundweg
Karolingerstadt

Förderverein
Historisches Obermarsberg e.V.

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Anerkennung Obermarsberg durch die Europäische Union als
                         “Karolingerstadt“

von Johannes Bödger, Stadtchronist Marsberg

 

I. Die Sachsenfeste Eresburg

 

Auf der Eresburg, dem heutigen Obermarsberg, sind germanische Siedlungsspuren nachweisbar, die bis
in die Römerzeit zurückreichen. Nach dem heutigen historischen Forschungsstand gibt es auch Argumente
für die Überlieferung, dass die Eresburg die “Segestesburg“ war. Segestes war der Schwiegervater des
Arminius, der mit den Römern paktierte.

 

Zu Beginn der fränkisch-sächsischen Auseinandersetzungen war die Eresburg ein militärisches Zentrum
der Sachsen un die mächtigste Festungsanlage im Grenzbereich an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung.
Ausserdem sprechen die historischen Fakten für einen Stammes-Mittelpunkt und für eine vorrangige Kultstätte
der Sachsen auf dem Eresberg.

Nach dem heutigen Forschungsstand dürfte hier auch der Standort der von den Franken 772 zerstörten
“Irminsul“ zu sehen sein.

 

II. Karl der Grosse und die Eresburg

 

Im fränkischen Eroberungskrieg gegen die Sachsen spielt die Eresburg ebenso eine Schlüsselrolle wie
bei der anschließenden Sachsen-Missionierung. Den historischen Nachweis liefern nach- folgende Daten:

 

772  Karl der Grosse erobert die stärkste Grenzfeste der

       Sachsen, die Eresburg, und zerstört die Irminsul

 

773  Während Karls Abwesenheit erobern die Sachsen die Festung zurück und
       dringen in fränkisches Gebiet ein.
Im Herbst werden sie wieder vertrieben.

 

774  Karl’s zweiter Feldzug gegen die Sachsen. Er baut die zerstörte Eresburg

       wieder auf, legt eine fränkische Besatzung hinein.

 

775  Karl weilt in Italien. Die Sachsen nutzen die Gelegenheit und erobern die
       Eresburg. Karl eilt zurück und lässt die zerstörte Eresburg wieder aufbauen.

 

776  Karl weilt auf der Eresburg und baut sie zur Missionszelle aus.

 

785  Karl macht auf der Eresburg sein Winterquartier auf und errichtet eine
       Basilika zu Ehren des hl. Petrus. Hier feiert er das Osterfest.

 

795  weilt Karl erneut auf der Eresburg.

 

Siedlung und Kirche sind somit als karolingische Gründung nachweisbar. Auch das spätere Kloster und
die mittelalterliche Stadt haben sich stets auf diesen Ursprung bezogen. Somit ist der Anspruch Marsbergs
auf die Bezeichnung

                              

“Karolinger-Stadt“

 

historisch gerechtfertigt.

 

Die Stiftskirche ist steinernes Zeugnis und kunsthistorisches herausragendes Denkmal der karolingischen
Bauepoche. Archäologische Ausgrabungen haben diese Spuren bestätigt.

 

III. Geplante Projekte unter der Zielvorgabe “Karolingerstadt“

 

Sagenrundweg

 

Mit Sagensymbolen und Sagenbegleitheft, Ausbildung von Sagenerzählern, Anschaffung
der entsprechenden Kostüme etc.

 

Karolingische Stiftskirche

 

Aufbau einer Dokumentation zur Baugeschichte in der Turmhalle

“Von der karolingischen Basilika bis zur frühgotischen Hallenkirche“

 

Carolus-Magnus-Brunnen

 

 Kump der historischen Wasserversorgung mit historisch gestalteter Brunnensäule mit
König Karl und dem Quellwunder

 

Erwerb und Ausbau des Alten Rathauses zum Karolingermuseum

 

Museum

Karolingersaal

Veranstaltungen zur Thematik “Karl der Grosse und Europa

Aufbau von Archiv und Büchere zur Thematik “Karl der Grosse und Europa“

Einrichtung eines Europa-Studienplatzes

Ausschreibung eines Forschungspreises: Zielsetzung: Karl der Grosse und Europa

 

 

Alle Projekte sind eingebettet in ein Gesamtentwicklungskonzept:

 

Obermarsberg,

Erfahrungs- und Erlebnisort

für mittelalterliche Geschichte

 

Dazu passen das außerordentliche ehrenamtliche Engagement der gesamten Bevölkerung
bei Veranstaltungen und in Vereinigungen, z.B.

Mittelalterlicher Markt alle 3 Jahre (Kolpingsfamilie)

Historische Festspiele (H. Imöhl)

Kaiser-Ritt von Aachen nach Marsberg (Historische Schützen)

Historische Schützenkompanie

Nachtwächterzunft

Orgelkonzerte an der historischen Stiftskirchen-Orgel.

 

 

Die Europäische Union stellt Fördermittel für solche und ähnlich gelagerte Vorhaben in Aussicht.
Karl der Grosse gilt als erster Europäer. Die Einigung Europas ist auf die karolingische Zeit
zurückzuführen.

 

Der Förderverein hat entsprechende Förderanträge für o.a. Vorhaben gestellt.

     

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